Schäden vorbeugen - „prophylaktische“ Maßnahmen zum Schutz der Bücher
Am wohlsten fühlen sich Ihre Bücher in einer staubfreien und trockenen Umgebung. Denn im Staub können sich zusammen mit Feuchtigkeit Keime und damit auch Pilzsporen entwickeln. Die Folge ist, dass Ihre Seiten anfangen zu schimmeln. Dann heißt es "Texter gesucht", da man nichts mehr lesen kann.
Darüber hinaus können chemische Reaktionen in Gang gesetzt werden, so können Ihre Werke durch Säuren regelrecht zerfressen werden. Dann sind Ihre literarischen Schätze ein Fall für die Intensivstation, sprich für den Buchrestaurator – was einiges kostet, und sich letztendlich dann wohl nur noch für wirklich wertvolle Schmöker lohnt.
Optimal wäre natürlich ein geschlossener Lüftungs-Kreislauf, wie er eigentlich nur mit Klimaanlage und Filter erzeugt werden kann. Aber es hilft auch regelmäßige und gründliche Durchlüftung des Raumes, wo Ihre Lieblinge gelagert werden.
Aber auch extremen Temperatur – und Witterungsschwankungen sollten sie nicht ausgesetzt werden. Wenn sie zufällig einen sogenannten „Thermohygrometer“ zur Verfügung haben, dann wäre das hilfreich. Denn damit könnten Sie die Raumluft-Feuchtigkeit messen, welche im Bereich 45 bis 55% sein sollte. Ideal ist außerdem eine Raumtemperatur zwischen 16 bis 18° C. Auf jeden Fall sollte sie unter 20° betragen.
Außerdem sollten Bücher nicht in der Nähe von Heizungen oder anderen Wärmequellen gelagert werden, wo sich die Luft stauen könnte. Natürlich sollte auch direkte Sonneneinstrahlung vermieden werden, denn das gilbt bekanntlich die Blätter aus.
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Bücher reinigen – aber wie?
Es gibt durchaus Möglichkeiten sein Buch zu säubern. Es ist klar, dass man hier allerdings mit einer gewissen Feinfühligkeit zu Werke gehen muss. Auf keinen Fall sind hier die handelsüblichen Reinigungssubstanzen tauglich.
Als bewährte Hilfsmittel bei der Buchreinigung haben sich folgende Utensilien erwiesen: Papierhandtücher, ein Pinsel mit sehr weichen Haaren, ein Staubsauger zum Beispiel mit Staubsauger Kobold 140, Reinigungspads aus Watte und natürlich ein Radiergummi.
Damit kann man zum Beispiel Fettflecken entfernen. In leichteren Fällen genügt es, wenn man ein Papierhandtuch zwischen die Seiten legt. Sollte das nicht reichen, nehme man das trockene(!) Wattepad und ziehe aus dem Inneren ein paar Fuseln. Diese werden zwischen die Seiten gelegt und nach einiger wird der daraus entstandene Staub weggepinselt.
Um trockene Reste oder Brösel zu entfernen, benützen Sie den weichen Pinsel und, natürlich sehr gefühlvoll, den Staubsauger. Der Reinigungsvorgang sollte dabei immer vom Falz weg vorgenommen werden.
Bei etwas hartnäckigeren, porösen Stellen ist folgende Vorgehensweise zu empfehlen. Lösen Sie wiederum einige Fuseln aus dem Inneren eines Reinigungspads, streuen Sie diese über den Fleck und reiben Sie dann vorsichtig und kreisförmig über die Stelle. Anschließend saugen Sie die Reste vorsichtig weg.
Wenn Sie Bleistftspuren entfernen wollen, dann sollten sie dies mit dem Radiergummi tun, in dem Sie diesen vom Falz weg wiederholt in eine Richtung ziehen. Oberflächlich vertropfte Füllertinte lässt sich zwar unter Umständen mit dem Tintenkiller entfernen, dabei wird aber die Papierstruktur verändert. Kugelschreiber lässt sich nur durch vorsichtiges Abkratzen oder –rubbeln einer dünnen Oberflächenschicht entfernen. Völlig unmöglich zu entfernen sind Markerstifte, da deren Tinte das Papier vollkommen durchdringen.