Ignite – Our Darkest Days (2006)
Musikbesprechung:
Mit A Place Called Home veröffentlichte die Band aus Orange County, California im Jahr 2000 einen Meilenstein im Bereich des Melodic Hardcore-Punks, nachdem sich die Band eigentlich hätte auflösen können. Haben sie aber zur Freude aller nicht gemacht und ließen sich stattdessen mit einem neuen Album sechs Jahre Zeit. In diesen sechs Jahren wurde aber nicht nur Songwriting betrieben, es wurde auch unermüdlich getourt, so dass die seit Mitte der Neunziger existierende Band auf eine breite Basis an Fans überall auf der Welt zählen kann.
Nach einem Überalbum wie A Place Called Home hätte eigentlich jeder Verständnis dafür gehabt, wenn ein Nachfolger schwächer ausfällt, doch den Gefallen tun Ignite den Fans nicht und liefern mit Our Darkest Days eine mehr als überragende Platte ab. Seit vielen Jahren erzählen sich Fans untereinander, dass Sänger Zoli Téglás über eine Opernsänger-Ausbildung verfüge. Auch wenn sich zu diesen Aussagen keine Informationen auftreiben lassen, so verfügt der Frontmann über eine sehr beachtliche Stimmpräsenz, die bei Ignite wie die melodische Faust aufs Auge passt.
Das Album ist geprägt von eingängigen Melodien, die sowohl als Gitarrenriff vorkommen können, als auch als gesungene Hookline von Tèglàs. Die mehrstimmigen Chöre schaffen einen Gänsehaut-Moment nach dem anderen und könnten ganze Stadien zur Raserei bringen. Sozialkritische Texte gehören bei einer Punkband grundsätzlich ins Repertoire und auch Ignite bilden in diesem Punkt keine Ausnahme.
Hier wird zielsicher der Punkt auf die Wunden der US-Gesellschaft gelegt. Das Ignite auch ruhige Töne anschlagen können zeigt der letzte Song auf dem Album, der nur mit Gesang und Akustikgitarre daherkommt und das vielleicht sogar das Stück auf der Platte ist, dass die größten Melodien anzubieten hat. Dieses Album ist ein Pflichtkauf, und zwar nicht nur für Fans von Hardcore-Musik, sondern für jeden, der auf eingängige Melodien steht. View Demo Add to Cart

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