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Gisbert zu Knyphausen – Hurra! Hurra! So Nicht (2010)

Musikbesprechung:

2008 erschien Gisbert zu Knyphausen mit seinem selbst betitelten Debütalbum auf dem musikalischen Parkett und schon schiebt er seinen zweiten Longplayer hinterher. Was der sympathische Singer/ Songwriter Wahlberliner und eigentlich im hessischen Rheingau geborene da abliefert weiß auf ganzer Linie zu überzeugen. Im Vergleich zum Vorgänger ist es Gisbert zu Knyphausen außerdem gelungen, sich auf der musikalischen Ebene nochmals deutlich hörbar weiterzuentwickeln, was wohl durch die unermüdliche Tour Erfahrungen kommen muss.

Das Album selbst ist mit kompletter Band aufgenommen, die Songs haben dabei an Vielschichtigkeit zugelegt und werden vom mal schimpfenden, mal zweifelnden Gisbert zelebriert, ohne dabei aber die großen Klischees bedienen zu müssen, wodurch er sich von anderen junge Pop-Bands und Liedermachern absetzt. Ebenfalls fehlt gänzlich der Rundumschlag gegen die Gesellschaft. Belehrungen und „Ich hab's doch gleich gesagt“-Texte sucht man hier vergebens und die Zeiten, in denen sich Gis noch mit Reinhard Mey vergleichen lassen musste, dürften mit Hurra! Hurra! So Nicht vorbei sein.

Wo aber genau liegt jetzt der Erfolg des Albums? Eigentlich sollte man meinen, dass im Singer/ Songwriter Business alles gesagt wurde, doch irgendwie findet der sympathische Wiesbadener doch einen Weg, neue Wege zu bestreiten, andere Sichtweisen zu haben oder einfach nur gut zu sein. Ihm passt etwas nicht, aber er muss sich auch nicht die Mühe machen, die Welt in Ordnung zu bringen, den dafür ist er als Musiker auch letztendlich überhaupt nicht zuständig. Er sagt einfach was er denkt, packt seine Gedanken in Lieder und lässt uns daran teilhaben. View Demo Add to Cart

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